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Trainingsplanung

Tja, so einen richtigen exemplarischen Trainingsablauf gibt es eigentlich gar nicht, da sich jeder Sportler in seiner Disziplin individuelle Ziele steckt.

Einer , der bevorzugt Sprintdistanzen im Triathlon bewältigt, wird anders trainieren, wie einer, der eine Langdistanz im Triathlon oder einen Mountainbike-Marathon in Angriff nimmt. In dieser kleinen Dokumentation können wir uns natürlich auch nicht ausführlich mit Trainingslehre befassen, das würde den Rahmen sprengen.

Eines ist jedoch für alle unsere Sportarten gemeinsam: sie betreiben eine Sportart, die zu den Ausdauersportarten gehört, ganz gleich ob Sprint- oder Langdistanz. Exemplarisch seien hier die Sportarten dargestellt, die im Sommer als Wettkampf durchgeführt werden. Finden Wettkämpfe zu anderen Jahreszeiten statt, können die nachfolgend aufgeführten Erläuterungen zeitversetzt analog angewandt werden. Die Grundlagen für die Ausdauer werden im Winter und im Frühjahr (Kraftausdauer) gelegt. Dementsprechend sieht in diesem Zeitraum auch das Training aus.

Im Schwimmtraining wird im Winter "lang" geschwommen, d. h. jede Trainingseinheit so um 2500 m und das, wenn möglich, dreimal pro Woche. Schön wäre es auch, wenn in einer Trainingseinheit die Schwimmtechnik trainiert werden würde.

Beim Laufen sieht es genauso aus. Lange Laufeinheiten von 15-20 km sind angesagt und das ebenfalls zwei- bis dreimal pro Woche. Donnerstags (fester Winterlauftermin) machen wir im Anschluß noch Koordinationsübungen.

Rennrad und Mountainbike fahren die meisten von uns im Winter höchstens ein- bis zweimal am Wochenende, tagsüber, da es die Dunkelheit unter der Woche kaum zuläßt. Im Winter wird das Mountainbiketraining häufig durch die Triathleten verstärkt, da für das Moutainbiken im Winter eine willkommene Abwechslung darstellt und tierisch Spaß macht.

Im Frühjahr, nach dem Radtrainingslager fangen wir dann mit dem Kraftausdauertraining in allen Disziplinen an, d. h. ab in die Berge, sowohl beim Laufen, als auch beim Radfahren.

Langsam kommt dann auch das Intervalltraining dazu, um am Ende auch schnell genug für die Wettkämpfe zu sein. Das ist auch die Zeit, in der die Triathleten die einzelnen Disziplinen kombiniert trainiert werden.

Für die Triathleten ist es ein bißchen mühseliger. Während sich die Spezialisten auf eine Disziplin konzentrieren können und diese konsequent aufbauen können, teilen sich die Triathleten die Wintermonate nach den einzelnen Disziplinen ein. Sie trainieren schwerpunktmäßig z. B. im Januar vermehrt Schwimmen, im Februar Laufen und im März dann Radfahren.

Ausdauersportler die lange Wettkämpfe bevorzugen (z.B. Marathon, Mountainbike-Marathons oder eine Langdistanz im Triathlon) müssen anteilmäßig mehr Grundlagenausdauertraining machen, als Ausdauersportler auf kürzeren Distanzen wie z.B. 10 km-Lauf oder Sprint-Distanz im Triathlon. Diese müssen verstärkt die Schnelligkeit trainieren.

Daß ein Neueinsteiger diese Umfänge am Anfang nicht trainieren kann, und daß ein Profi das drei- oder vierfache von dem oben Beschriebenen trainiert, ist auch klar. Die o. g. Trainingsumfänge werden von Berufstätigen, die schon einige Jahre Triathlonsport machen, bewältigt.

Eines müssen aber alle berücksichtigen: Ohne Regeneration geht gar nichts. Ein Fehler, der von Anfängern, aber auch von langjährigen Ausdauersportlern immer wieder gemacht wird. Wird das Training zur Qual, habt Ihr etwas falsch gemacht.

Ein Trost für die Neueinsteiger, die durch die oben beschriebenen Trainingsumfänge etwas geschockt sind. Zu Beginn Eurer Ausdauersportkarriere macht Ihr unheimlich große Leistungssprünge. Wir, die diesen Sport schon einige Jährchen betreiben, sind praktisch ausgereizt. Wir sind mehr oder weniger nur noch damit beschäftigt, unseren Leistungsstand vom Vorjahr wieder zu erreichen. Wir freuen uns über jede Sekunde, die wir schneller sind. Jeden Winter tüfteln wir mit großer Leidenschaft neue Trainingspläne aus, die uns den letzten Kick geben sollen.

Desweilen braucht man auch einen verständnisvollen Partner (Frau, Freundin, Mann, Freund...). Ausdauersport, insbesondere Triathlon kann sehr zeitaufwendig sein, da man sehr viel trainiert und am Wochenende oft Wettkämpfe besucht. Deshalb, liebe Ausdauersportlerinnen und Ausdauersportler vergeßt Eure Partner, Eure Familie und den Freundeskreis, der mit Sport nichts am Hut hat, nicht.

Am Ende sei noch gesagt, eines darf man auf keinen Fall vergessen, gesunde Ernährung und auch das regelmäßige Stretching vor- und nach jeder Trainingseinheit, sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Grundlage im Ausdauersport.

Aber auch alle die keine speziellen sportlichen Ziele verfolgen wollen und lediglich Ausdauersport aus Spaß an der Bewegung in der Natur betreiben wollen, sind jederzeit herzlich willkommen und werden durch unsere Trainer und auch durch die Aktiven mit Rat und Tat unterstützt.